veröffentlicht am 25. August 2016 in E-Bike Tuning von

Pedelec Tuning / E-Bike Tuning – alles was Sie wissen sollten und wo Sie Tuning-Mode kaufen können

e-bike tuningPedelec Tuning ist ein vor allem bei der jüngeren Generation ein sehr beliebtes aber stets umstrittenes Thema. Das E-Bike Tuning bringt auf den ersten Blick viele Vorteile mit sich: man kommt wesentlich schneller von A nach B, hat deutlich mehr Spaß beim Fahren und kann selbst bei größeren Entfernungen problemlos auf das Auto verzichten. Das Pedelec schneller zu machen, als vorgesehen, birgt allerdings auch einige Risiken, welche wir Ihnen ebenfalls nicht vorenthalten möchten. Sie sollten den Artikel auf jeden Fall aufmerksam bis zum Ende durchlesen, um sich den Risiken und der Gesetzeslage bewusst zu sein. Doch ersteinmal gehen wir explizit auf das E-Bike Tuning ein.

Bionx, Panasonic, Impulse & Bosch E-Bike Tuning

Vorab sollten Sie wissen, dass sich das Pedelec Tuning je nach Antriebsart bzw. Hersteller des Antriebs / Motor unterscheidet. In der Regel werden für das tunen des Elektrofahrrads sogenannte Tuning-Module verwendet, bei welchen der Technik vorgegaukelt wird, dass man die 25 km/h noch nicht erreicht hat, sodass die Abriegelung ab 25 km/h auch nicht eintritt. Somit sind unter anderem Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h möglich – wie bei einem S Pedelec. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die Tuning-Module, für die jeweiligen Hersteller und verlinken euch den Shop, wo ihr diese kaufen könnt.

Bosch Pedelec Tuning

Bei dem Bosch-Antrieb wird für das E-Bike tunen noch mal zusätzlich in die verschiedenen Modell-Linien unterteilt. Die bekanntesten Modell-Linien sind die Bosch Classic, Active und Performance Line.

Bosch Classic Line Tuning-Tool

pedelec tuningFür den Bosch-Motor Classic Line gibt es ein Tuning-Tool von dem Hersteller Elfei. Zwecks des Einbaus sind laut Hersteller weder technische Kenntnisse notwendig, noch müssen großartige Montageleistungen vollbracht werden. Weder Akku noch Motor müssen ausgebaut werden, was natürlich für den Laien ideal ist. Die Bedienung des Tuning Tools erfolgt durch ein Display, welches mit 4 Navigationstasten geschmückt ist. Das Tuning-Modul ist in 2 Variaten erhältlich – je nachdem ob ihr ein Bosch HMI oder Bosch Intuvia Display an eurem Elektrofahrrad habt. Mit dem Tool kann man problemlos die Geschwindigkeitsbegrenzung aufheben und diese auch jederzeit rückgängig machen. Also sprich, die Geschwindigkeit wieder auf 25 km/h begrenzen.aktionsbanner

Bosch E-Bike Tuning für Classic, active & performance Line

Ein weiteres Tool ist der SX2 Power-Schalter der für die Modell-Linien Bosch classic, active und performance Line einsetzbar ist. Auch bei dieser Lösung wird die Geschnwindigkeit manipuliert, sodass man mit dem Elektrofahrrad doppelt so schnell fahren. Der Einbau gestaltet sich wie bei dem Tuning-Tool von Elfei ebenfalls sehr einfach und innerhalb weniger Minuten. Dafür ist ebenfalls keine Veränderung der Motorelektronik nötig.aktionsbanner

Panasonic E-Bike Tuning

Ein weiterer weitverbreiteter Motor ist der Panasonic Mittelmotor. Für diesen ist der Sx2 Tuning-Dongle erhältlich. Mit diesem Tuning-Modul kann man ebenfalls doppelt so schnell fahren und der Einbau kann von Laien bewerkstelligt werden. Hierfür muss lediglich zunächst die Kurbel und der Steinschlagschutz demontiert werden, wofür allerdings Spezialwerkzeug notwendig ist. Der mitgelieferte Kabelsatz wird beim Panasonic E-Bike Tuning dann am Stecker des Geschwindigkeitssensors angebracht. Der Sx2 Tuning Dongle wird dann anschließend einfach in die Klinkenbuchse des Kabelsatzes gesteckt. Die ursprünglichen Fahrmodi bleiben erhalten und auch das Fahrverhalten bleibt grundsätzlich unverändert, da die Motorelektronik nicht modifiziert wird. Lediglich die Geschwindigkeitsbegrenzung wird beim Panasonic E-Bike Tuning aufgehoben.aktionsbanner

Impulse E-Bike Tuning

Auch für Impulse Pedelecs gibt es einen Sx2 Tuning-Dongle. Durch das Tuning wird die gesamte Leistung des Antriebs genutzt und Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h ermöglicht. Dank der kompakten Bauform kann der Sx2 Tuning-Dongle unauffällig verbaut werden. Eine extra Stromversorgung ist wie bei den anderen Tuning Modulen nicht notwendig. Motorelektronik und Fahrweise bleiben unverändert. Der Einbau beim Impulse E-Bike Tuning gelingt innerhalb weniger Minuten – auch vom Laien. Zu dem Produkt liegt auch eine Anleitung beim Kauf vor, die z.B. über den Shop den wir hier verlinken jederzeit heruntergeladen werden kann.aktionsbanner

Wie funktioniert das Pedelec Tuning genau?

Wie das Pedelec schneller gemacht wird funktioniert im Grunde genommen relativ simpel. Durch das Tuning-Tool wird die Geschwindigkeit manipuliert. Bei einer eigentlich, realen Geschwindigkeit von 25 km/h wird dem System suggeriert, dass es sich um die Hälfte der Geschwindigkeit, also sprich 12,5 km/h, handelt. So tritt die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht bei 25 km/h sondern erst bei 50 km/h beispielsweise ein. Falls Sie sich für’s E-Bike tunen entscheiden empfehlen wir auch mit solch einem Tool vorzugehen. Hier wird nichts an der Motorelektronik oder an anderen Komponenten verändert, sodass nicht nur der Einbau sich sehr einfach gestaltet, sondern man auch nicht das Risiko eingeht an der Technik etwas kaputt zu machen.

Risiken und Nachteile des E-Bike Tuning – Wichtig!

Wer den Entschluss fasst, sein E-Bike schneller zu machen als vom Hersteller vorgesehen, der sollte sich auch den Risiken und Nachteilen bewusst sein. Denn diese sind nicht ohne und wir empfehlen nicht blauäugig mit einem Tuning-Tool einfach auf die Straße zu gehen, in der Hoffnung, dass schon alles gut gehen wird. Denn Unwissenheit schützt nicht vor dem Gesetz und im Fall der Fälle sind Sie ganz allein für Ihr Verhalten verantwortlich. Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Punkte ein.

Zulassungspflicht

Ein Pedelec, welches eine Geschwindigkeit von über 25 km/h überschreitet, ist kein Fahrrad mehr in dem Sinne. Ab solch einer Geschwindigkeit gilt das Rad wie ein S-Pedelec, welches zulassungspflichtig ist. Um ein E-Bike erfolgreich zuzulassen, welches man selber getunt hat, bedarf es einen hohen Kostenaufwand. Denn dafür muss man zu einer geeigneten Prüfstelle, wie z.B. einer Tüv-Prüfstelle die sich mit der Thematik beschäftigt, gehen und dort eine Zulassung beantragen. Doch damit diese das Rad zulässt bedarf es sehr viel Zeit und Kosten.

Versicherungspflicht

Ähnlich wie die Zulassungspflicht entsteht beim Überschreiten von der 25 km/h Grenze auch eine Versicherungspflicht. Mit dem Tunen des Pedelec verfallen die Versicherungsansprüche. Auch bei unverschuldeten Unfällen können die Schadensersatzansprüche erlöschen. Laut einem Sprecher des Landesinnenministeriums muss ein E-Bike Tuner mit ähnlichen Folgen rechnen, wie jemand der seinen Motorroller tunt. Unter anderem zählen dazu zum Beispiel auch Straft wie das Fahren ohne Versicherungsschutz, welches mit harten Strafen geahndet wird.

Verschleiß der Einzelteile

Ein weiterer Nachteil ist der Verschleiß der einzelnen Komponenten am Pedelec. Die Motorelektronik ist zwar von dem Tuning nicht betroffen, dennoch kann der Akku unter den Modifizierungen leiden. Durch den höheren Stromverbrauch wird der Akku wesentlich stärker belastet, sodass man diesen auch häufiger laden muss. Zusätzlich wird sich die Wärmeentwicklung negativ auf die Gesamtlebensdauer des Akkus aus. Auch der Antriebsstrand hat mit einem höheren Verschleiß zu kämpfen, da der Motor über einen längeren Zeitraum die Kette mit mehr Power antreibt.

Garantieverlust

Ein weiteres Manko ist: beim E-Bike tunen droht Garantieverlust seitens der Hersteller. Und bei einem Preis von um die 2000€ kann das sehr bitteres Lehrgeld sein. Gerade beim Tunen des Pedelecs ist das Rad technisch anfälliger als wie es beim ursprünglichen Verwendungszweck der Fall ist. Auch der nachträgliche Ausbau des Tuning-Tools kann wenn man Pech hat immer noch nachgewiesen werden. Denn die Hersteller verfügen über Kenntnisse und Tools, womit sie dieses nachprüfen können. Informieren Sie sich deshalb am Besten beim jeweiligen Hersteller, ob beim E-Bike Tuning ein Garantieverlust drohen würde.

Was darf man dann überhaupt mit einem getunten Pedelec?

Wenn man sein Pedelec schneller machen möchte stellt sich jetzt nach diesen Risiken und Gefahren die Frage: was ist überhaupt erlaubt? Im Prinzip alles, was nicht am Straßenverkehr teilnimmt. Also sprich auf Privatgrundstück. Das ist rein rechtliche Lage. Viele missachten diese und nehmen die Risiken für den schnellen Spaß in den Kauf. Was Sie letztendlich machen ist Ihre Entscheidung. Wir empfehlen nur sich Gedanken zu machen und den Risiken bewusst zu sein.

Fazit zum E-Bike Tuning

Wie Sie nun sehen können ist Pedelec Tuning ein heikles Thema, an welches man bewusst herangehen sollte. Die Verlockung ist sehr groß und die Tuning-Module sind echt gut gemacht. Man muss kein Profi sein und kann diese innerhalb weniger Sekunden anbringen. Zudem schaden diese nicht der Motorelektronik und verändern auch nicht die Fahrweise. Die Fahrmodis bleiben in der Regel erhalten. Die Leistungen sind beeindruckend und Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h machen das Fahren mit dem Fahrrad zu einem ganz neuen Erlebnis. Doch die Risiken und Gefahren sind hoch und nicht zu unterschätzen. Bei ernsthaften Unfällen sieht es versicherungstechnisch sehr problematisch aus. Auch Garantieansprüche sowie weitere Straftaten sind durch das Fahren mit dem getunten E-Bike nicht auszuschließen. Die vorgestellten Tuning-Module sind an sich auf jeden Fall zu empfehlen. Einfacher geht es wirklich nicht und vom Preis her sind die Module wirklich in Ordnung. Wir empfehlen den Einsatz wirklich nur auf privatem Grundstück. Alles andere liegt in Ihrer Entscheidung. PS: wer sich den Risiken bewusst ist und kein Privatgrundstück zur Verfügung hat, dennoch aber nicht auf ein schnelles Elektrofahrrad verzichten möchte, der sollte sich unseren Beitrag zum S Pedelec anschauen.


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